Leuchtenberg: Modernes Wohnen statt Sauerkrautfabrik

Leuchtenberg

160 bezahlbare Wohnungen in sechs modernen Mehrfamilienhäusern mit autofreiem Innenhof

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung des Bauprogramms der Neusser Bauverein AG: in den kommenden fünf Jahren 1000 bezahlbare Wohnungen für Neuss zu realisieren. Das Konzept für die Bebauung des Geländes der Sauerkrautfabrik am Alexianerplatz sieht rund 160 bezahlbare Wohneinheiten vor.

Der Sieger-Entwurf  stammt vom Düsseldorfer Architektenbüro Konrath und Wennemar. Eine Jury hat sich im Rahmen eines Architekturwettbewerbs Anfang September einstimmig dafür ausgesprochen. „Das Konzept schlägt mit drei trapezähnlichen Baukörpern im Süden, die über Schallschutzloggien verbunden sind, einen hochinteressanten und zugleich städtebaulich und architektonisch lebendigen Ansatz vor, dem es gelingt im Kontext mit der Gestaltung des Freiraums eine wohltuende Neupositionierung des Standortes vorzunehmen“, heißt es in der Begründung. Zugleich werde damit elegant das Problem der Schallemissionen an zwei verkehrsreichen Straßen gelöst. Zudem entstehen dadurch lichtdurchflutete, attraktive und autofreie Innenhöfe.

Insgesamt sind sechs moderne Gebäude mit vor allem kleineren Wohnungen vorgesehen. „Rund zwei Drittel werden Zwei-Zimmer-Wohnungen sein. Wir wissen, dass in diesem Marktsegment eine besonders hohe Nachfrage vorhanden ist“, sagt Frank Lubig,  Vorstandsvorsitzender der Neusser Bauverein AG

Das Wohnungsunternehmen, so sieht es der derzeitige Zeitplan vor, will im 4. Quartal 2017 mit den Abrissarbeiten der Sauerkrautfabrik beginnen. Nach den vorbereitenden Baumaßnahmen soll dann mit dem Rohbau im Sommer 2018 begonnen werden.  Rund 33 Millionen Euro wird die Neusser Bauverein AG in das Vorhaben am Alexianerplatz investieren.

Zum Architektur-Wettbewerb waren ursprünglich acht Büros eingeladen worden, vier hatten dann ihre Konzepte konkretisiert und der Jury Anfang September vorgelegt.  „Ziel des Wettbewerbs war es, einen hohen städtebaulichen Anspruch zu erzielen, da das Grundstück mit seiner Lagequalität eine Eingangssituation zur Innenstadt darstellt. Gleichzeitig soll sich das neue Quartier in die Nachbarschaft insbesondere mit dem Kloster Immaculata und dessen Klostergarten sensibel einfügen. Das werden die Architekten jetzt noch weiter konkretisieren. Aber der Wettbewerb hat sich jetzt schon sehr gelohnt, da neben der hohen städtebaulichen Qualität, auch eine hohe Wohnqualität gewährleistet werden wird“, betont Frank Lubig